Förderung von deutsch-französischen Projekten zum Thema Künstliche Intelligenz

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Mit der vorliegenden Richtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden Forschungskooperationen im Umfeld der Künstlichen Intelligenz zwischen Deutschland und Frankreich finanziert.

Die Fördermaßnahme ist Teil der Umsetzung der KI-Strategie der Bundesregierung und der Hightech Strategie 2025. Die Projektergebnisse sollen zur Methodenentwicklung in aktuellen Forschungsfeldern der KI beitragen, Anwendungsfelder von KI erschließen sowie die Nutzbarkeit von KI in Spitzentechnologien verbessern. Des Weiteren soll ein vertiefter Wissenstransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft erreicht und so eine verbesserte Entwicklung innovativer Technologien in Deutschland und Europa ermöglicht werden, von der insbesondere KMU profitieren. Die Ergebnisse der Förderung sollen sich in neuen, nachhaltigen wissenschaftlichen und technologischen Kooperationsbeziehungen und erhöhter Methodenkompetenz auf dem Gebiet der KI in der industriellen Praxis niederschlagen. Die Forschungsprojekte sollten dazu beitragen, kooperative Forschungsstrukturen als Nukleus einer europäischen KI-Forschung aufzubauen oder prototypische KI-Systeme zur späteren Verwendung in Produkten und Dienstleistungen zu entwickeln.
 

Schwerpunkte

Die Projektkonsortien sollen vorrangig mindestens eine der im Folgenden genannten Fragestellungen bearbeiten:

  • Verteilte KI, wie z. B. verteiltes Lernen oder Edge-Computing
  • Grüne KI, für geringeren Ressourcenverbrauch, z. B. Algorithmen, die weniger Energie, weniger Speicher und ­weniger Kommunikationsbandbreite benötigen
  • Hybride KI, z. B. die Kombination von maschinellem Lernen und Wissen
  • KI in anderen Wissenschaften, z. B. KI und numerische Simulationen, KI und Physik, KI und Chemie, etc.
  • Vertrauenswürdige KI, z. B. zertifizierbare, erklärbare oder interpretierbare Modelle und Verarbeitungspipelines
  • KI für Spitzentechnologien, z. B. Dialogsysteme für den Medienzugang

Folgenden Branchen/Anwendungsfelder sollen adressiert werden:

  • Mobilität und Transport
  • Logistik und Dienstleistungen
  • Energie (insbesondere erneuerbare Energie)
  • Umwelt und Ressourcenschutz
  • Intelligente Industrie und Produktionstechnologien
  • Smart Health
  • Robotik
  • Gesellschaft
Antragsverfahren und Förderlinien
Eine Förderung ist in der Förderlinie A (Forschungskooperationen) und Förderlinie B (FuE-Vorhaben) vorgesehen.

In Förderlinie B werden Verbünde aus Wirtschaft und Wissenschaft gefördert. Ziel sind risikoreiche, anwendungsorientierte und möglichst technologieübergreifende industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben in bilateraler Zusammenarbeit mit Partnern aus der Französischen Republik.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe ist dem nationalen Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR Projektträger) bis spätestens 21. Dezember 2020 zunächst Projektskizzen in schriftlicher und elektronischer Form vorzulegen.

Weitere Details finden Sie in der Bekanntmachung des BMBFs